Smartchain

(Horizon2020 EU-Projekt 2018 - 2021)

Das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft war als Praxispartner im EU-Projekt Smartchain beteiligt.

Das Projekt Smartchainlief von Oktober 2018 bis September 2021 mit dem Ziel, Lösungen für eine nachhaltigere und wettbewerbsfähige europäische Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung zu entwickeln. Regionale Erzeuger- und Vermarkterzusammenschlüsse und Schlüsselakteure sollten dadurch in ihrem Engagement gestärkt und die direkte Erzeuger-Verbraucher-Verbindung und aktive Einbeziehung der Bürger in die Lebensmittelerzeugung gefördert werden. Über die dreijährige Projektlaufzeit wurden mit Hilfe der Praxispartner (18 Landwirte und Lebensmittelerzeuger, Vermarktungs-, Netzwerk- und Beratungsorganisationen) qualitative und quantitative Daten zu den aktuellen Herausforderungen und Risiken zusammengetragen und bestehende Lösungen, Innovationen und Ideen geteilt.

Die von den 11 beteiligten Universitäten ausgearbeiteten Datenerhebungsformate umfassten Online-Befragungen, Einzel- und Gruppeninterviews und mit Praktikern organisierte World-Cafés.
Fragethemen aus 10 Arbeitspaketen beleuchteten die gesamte Wertschöpfungskette von der Rohstoff- und Primärproduktion bis zur Lieferung der Erzeugnisse an die Verbraucher zu den Schwerpunkten gesetzliche Rahmenbedingungen, natürliche Ressourcen, landwirtschaftliche Praktiken, Lebensmittelproduktion und -verarbeitung, Sicherheit und Qualität, Vertrieb und Lagerung,
Lebensmittelintegrität, Lebensmittelverschwendung, Marktzugang und Preise, sowie Verbraucherpräferenzen.

Die Arbeitspakete im Überblick:
WP1: Politik-Analyse mit Bestandsaufnahme Governance-Netzwerke
WP2: Technologische und nicht-technologische Innovationen zur Performanceverbesserung kurzer Lebensmittelversorgungsketten und Anwendbarkeitscheck
WP3: Soziale Innovationen kurzer Lebensmittelversorgungsketten, Motivation der Akteure
WP4: Konsumentenverhalten in Bezug auf Nahrungsmittel
WP5: Integratives Nachhaltigkeits-Assessment
WP6: Innovationsplattform und Entwicklung eines Ertragsmodells
WP7: Empfehlungen für Markt und Politik
WP8: Kommunikation und Verbreitung
WP9: Innovationsmanagement und Wirkungsanalyse
WP10: Ethische Anforderungen (Projektinternes Arbeitspaket)

Das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft nahm als Praxispartner (Fallstudie) an dem Projekt teil und hatte mit der „Sozialen Innovation Solidarische Landwirtschaft“ eine interessante Sonderstellung inne; die überwiegend auf marktwirtschaftliche Logik ausgerichteten Fragebögen benötigten oft zusätzliche Erklärungen. Über die dreijährige Laufzeit umfassten die Tätigkeiten Teilnahmen an den drei Jahrestreffen mit Präsentation des Netzwerkes, an den o.g. Befragungen sowie Mitorganisation von Workshop-/World-Café-Treffen mit Mitgliedern des Netzwerkes und Vermittlung von Befragungslinks an Netzwerkmitglieder.

Die Projektergebnissehaben gezeigt, dass es in Europa unterschiedlich ausgeprägte Situationen der Regionalvermarktung mit ähnlichen Schwierigkeiten (Verdrängung durch Supermärkte, hohe
gesetzliche Anforderungen) gibt – ein aktueller Überblick konnte/kann gewonnen werden. Aus den Erkenntnissen des „Gain model“ (WP6) und der Innovationsplattform könnten Verbindungen für das Netzwerk entstehen.
Erreicht werden konnte und kann durch die Projektteilnahme eine Steigerung der Bekanntheit des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft.

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