27.02. – Wissenswertes

Argumente für die Agrarwende – aktiv für bäuerliche Landwirtschaft

Agrarpolitische Fortbildungsreihe der AbL

Die Landwirtschaft global und in Deutschland stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Landgrabbing durch externe Investoren setzt Bäuer:innen unter Druck. Hinzu kommen die Anforderungen einer Energiewende, die immer mehr in die landwirtschaftliche Nutzfläche drängt. Der Ruf nach neuen Gesetzen zur Regulierung des Bodenmarkt wird laut, ebenso die Forderung nach einer Landverpachtung, die sich am Gemeinwohl und nicht an alten Seilschaften und Höchstpreisen orientiert.

Gleichzeitig ist der Klimawandel deutlich spürbar und erfordert Anpassungen der Landwirt:innen: auf betrieblicher, aber auch auf der Ebene von Sortenwahl und Züchtung. Dafür brauchen wir einen unterstützenden politischen Rahmen! Ebenso eine klare Absage an Gentechnik.

Doch Bäuer:innen schaffen bereits heute sozial-ökologische Alternativen zum Status-Quo, z.B. durch solidarische Landwirtschaft und Agroforst-Konzepte.

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) organisiert deshalb in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V. im Frühjahr 2022 eine agrarpolitische Fortbildungsreihe für alle Bäuer:innen und agrarpolitisch interessierten Menschen. Ziel der Reihe ist es, uns gegenseitig die Argumente in die Hand zu geben, um aktiv unsere Positionen zu vertreten und die Agrarwende voranzutreiben. Praktisch soll es werden, handlungsorientiert und zukunftsgewandt. Die Veranstaltungen finden am em 17. Februar 2022 in zweiwöchentlichem Abstand statt, immer donnerstags um 19.00 Uhr online bei Zoom. Die Veranstaltungen sind kostenlos. Aktuelle Einwahllinks und Informationen gibt es auf www.abl-ev.de/initiativen/fortbildungsreihe


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03. März: Bäuerliche Landwirtschaft und Energiewende zusammen denken? Agri-Photovoltaiksysteme und die Zukunft von Biogas


Referent:innen: Martin Schulz (Bundesvorsitzender der AbL), Uwe Welteke-Fabricius (Flexperten), Prof. Kerstin Wydra (Lehrstuhl für Pflanzenproduktion im Klimawandel)


17. März: Klimawandel & Landwirtschaft – Aus eigener Betroffenheit ins Handeln kommen!

Referent:innen: Xenia Brand (Referentin für Klimaschutz bei der AbL), Annabelle Gérard (Tierhalterin, AbL Niedersachsen), Jan Wittenberg (Ackerbauer, AbL Niedersachsen)


31. März: Agroforst: Zukunftsmodell für eine nachhaltige Landwirtschaft

Referenten: Michael Grolm (AbL-Vorsitzender Mitteldeutschland) , Daniel Fischer (Agroforst-Beauftragter der AbL), Frank Wesemann (Agroforst-Gemüsebauer)
 

14. April: Gentechnik und Patente: Populationszucht statt Genome Editing


Referent:innen: Annemarie Volling (Netzwerk gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft), Carl Vollenweider (Mitarbeiter der Forschung & Züchtung Dottenfelderhof)
 

28. April: Saatgut und das Recht auf Nachbau – Vom Konzern zurück in bäuerliche Hände


Referent:innen: Georg Janssen (Bundes-Geschäftsführer der AbL und Vorsitzender der IG Nachbau), Karsten Ellenberg (Kartoffelzüchter, Retter der Sorte Linda), Susanne Gura (Vorsitzende des Dachverbands der Nutzpflanzen)

 

12. Mai: Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) – zwischen Bürokratie und Hebel zur Veränderung


Referent: Phillip Brändle (Referent für Agrarpolitik bei der AbL)
 

19. Mai: Der Kampf um den Boden - Lebensgrundlage statt Kapitalanlage: Betriebliche und politische Ansätze für bäuerlichen Landbesitz


Referent:innen: Gesine Langlotz (Existenzgründerin, junge AbL), Reiko Wöllert (stellv. Vorsitzender der AbL), Claudia Gerster (AbL Sachsen-Anhalt)

 

02. Juni: Gemeinwohlverpachtung: Staats- und Kirchenland in Bäuerinnen- und Bauernhand


Referent:innen: Ralf Demmerle ( AbL Mitteldeutschland, NABU FAIRpachten), Anne Neuber (AbL Mitteldeutschland), N.N.

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