Internationaler Austausch

Das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft ist Partner in einem europäischen Austausch zwischen bestehenden CSA Projekten und Interessierten in acht verschiedenen Ländern der Europäischen Union. Seit November 2011 sind CSA-Aktive aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich auf verschiedenen Informationsreisen in TschechienÖsterrreich,  Griechenland, Ungarn und der Slovakei unterwegs, um ihre Erfahrungen mit der Solidarischen Landwirtschaft zu teilen.
 
Bei der ersten Reise im November 2011 sprach eine französische und eine britische Delegation auf einer Ökomesse in Athen über ihre CSAs und besuchten lokale BäuerInnen. Im Januar fanden dann Besuche in Tschechien und Österreich statt an dem sich AktivistInnen aus allen teilnehmenden Ländern außer Griechenland beteiligten.
 
In Tschechien waren Jan, von der CSA Freudenthal und Fabian von der GartenCoop Freiburg sowie Andy von der  CSA in Stroud beteiligt. In fünf Tagen besuchten wir zwei landwirtschaftliche Betriebe und sprachen an vier öffentlichen Veranstaltungen die durchschnittlich mit ca. 60 ZuhörerInnen gut besucht waren.
 
In Österreich waren wir eine große Gruppe in der wir auch bekannte Gesichter wieder sahen. Aus Frankreich waren nämlich Denis und Monique aus der Region Rhône-Alpes angereist. Die beiden haben wir schon im August 2011 im Rahmen der ENA Workshops kennengelernt. Die beiden wurden ergänzt durch Marthe von einer AMAP in der Nähe von Lyon. Aus Großbritannien kam mit Kirsten ein Mitglied des International Board von Urgenci und Mitglied einer CSA in der Nähe von Leeds. Aus der Slovakei kamen neben dem Koordinator Daniel auch noch zwei Bauern. Aus Tschechien und Ungarn kamen zwei Frauenduos. Veronika und Martina aus Tschechien hatten Jan und Fabian schon auf ihrer Reise in Tschechien getroffen. Aus Ungarn kam Barbara, die unseren Aufenthalt dort mit koordinierte, begleitet von einer weiteren CSA-Interessierten. Aus Deutschland waren neben Jan und Fabian auch Thomas und Maria-Luisa von der GartenCoop Freiburg gekommen.
Am ersten Abend nahmen wir an der Jahreshauptversammlung der GeLa Ochsenherz teil, während der Fabian auch kurz das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft sowie die GartenCoop vorstellte. Am nächsten Tag besuchten wir die GeLa und konnten Nachmittags einer Vorstellung des Saatgutnetzwerks Arche Noah lauschen. Abends ging es dann zu unserer ersten öffentlichen Veranstaltung an der Universität für Bodenkultur in Wien, wo sich alle internationalen Projekte kurz vorstellen durften.
Am dritten Tag ging es mit drei Mini-Bussen auf Tour, um kleine Betriebe in der Steiermark und Krumbach zu besuchen. Nach dem lebhaften Austausch mit mehreren BäuerInnen bei den Hofbesuchen hielten wir Abends noch einmal eine Präsentation vor ca. 40 BesucherInnen in einem Gasthof. Am letzten Tag hatten wir noch die Gelegenheit die intensiven Tage der Österreich Info Tour revue passieren zu lassen.
 
Anfang Februar ging es dann für vier Tage nach Ungarn. Jan und Fabian fuhren als Vertreter des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft auch noch zu dieser Info Tour und trafen dort auf Ann & Norman von den Dragon Orchards sowie auf Jade von derSoil Association und der CSA in Stroud in Großbritannien. Außerdem kamen Bernard und Isabelle von ihrenAMAPs im Süden Frankreichs und Stephan von AgrarAttac in Österreich. Am ersten Tag der Informationstour trafen wir uns Vormittags mit einer Einkaufs-Kooperative in Erd und Nachmittags stellten wir unsere Projekte im Institut Français vor (siehe unten). Aufgrund der politischen Situation in Ungarn rief Jan am Ende seiner Präsentation dazu auf, die CSA-Idee nicht von faschistischen HeimatschützerInnen vereinnahmen zu lassen. Auch Fabian lies es sich nicht nehmen aufgrund des Veranstaltungsorts (Centre Culturell Français) am Ende seiner Präsentation die sofortige Schließung von Fessenheim zu fordern (nachhören). Am darauf folgenden Tag nahmen die Gäste an einer CSA Konferenz an der landwirtschaftlichen Universität in Gödöllő teil, zu der auch viele BäuerInnen aus Ungarn kamen, die bereits eigene Erfahrungen mit CSA haben. Bemerkenswerter Weise waren auch AktivistInnen anwesend die schon zwischen 1998 und 2002 eine CSA in Ungarn betrieben und darüber auch ein Handbuch auf ungarisch und englisch veröffentlicht haben.
Am dritten Tag besuchten wir einen Solidarhof nördlich von Budapest und unterhielten uns mit den InitiatorInnen und einigen Mitgliedern, über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede unserer Initiativen.
Der Besuch eines weiteren Solidarhofs am Sonntag fiel aus, weil durch die massiven Schneefälle der Zugang zum Hof nicht möglich war. Die öffentliche Veranstaltung in Szeged war so spät angesetzt, dass Fabian nicht mehr daran teilnhemen konnte, fand aber mit reduzierter Besetzung der internationalen Delegation trotzdem statt.

Vorträgezum anhören:

 

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