AG Rechte Tendenzen

Wir haben uns auf dem Herbsttreffen 2016 gegründet und beschäftigen uns mit der Anschlussfähigkeit der Solidarischen Landwirtschaft per se für „rechte Ökolog*innen“. Das Netzwerk hat in seinen Statuten ein klares Bekenntnis zu Humanismus und Weltoffenheit. Wir wollen die einzelnen Gruppen ermutigen, sich mit ihrem politischen Profil zu beschäftigen und sich klar zu positionieren. Einer Vereinnahmung unserer guten Ideen von nationalistisch ausgerichteten Gruppen möchten wir von vornherein entgegentreten und arbeiten daran, das auch in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen.

Auf den Netzwerktreffen öffnen wir den Raum für alle, die auch Lust haben, an diesen Themen zu arbeiten und ihre Ideen einzubringen. Wir sind aber auch immer Ansprechpartner*in für Eure Erlebnisse, Zweifel und Kritik und sammeln Vorfälle aus den verschiedenen Regionen. 

Eine wichtige Säule unserer Arbeit ist Aufklärung und Sensibilisierung, da die politische Dimension von „Solawi“ manchen gar nicht bewusst ist. Auch die ökologischen Strömungen innerhalb der rechten Szene sind vielen völlig unbekannt und manche Gruppe ist erstmal überfordert, wenn sie damit in Berührung kommt.

WICHTIG

Stellungname zu unserer Fachtagung "Kartoffel, Kürbis, Vaterland - Landwirtschaft aus rechter Hand"

Stellungnahme der der AG Rechte Tendenzen zur Kritik aus dem Workshop Intersektionaler Widerstand – Kollektive Kämpfe und Widerstände of Color

Was ist passiert? 

Im Verlauf der Tagung "Kartoffel, Kürbis, Vaterland. Landwirtschaft aus rechter Hand" wurde als Ergebnis des Workshops Intersektionaler Widerstand – Kollektive Kämpfe und Widerstände of Color deutliche Kritik an der Organisation, den Inhalten und dem Programm der Tagung geäußert. Der Workshop wurde von einer Person of Color (im Folgenden PoC) eingefordert und ergänzte nur deshalb das Programm, weil eine weitere PoC sich glücklicherweise spontan bereit erklärte, diesen zu begleiten. Wir möchten uns bedanken, dass wir so auf unser rassistisches Denken und Handeln gestoßen wurden.

Die Kritik wurde sowohl gegenüber der organisierenden AG Rechte Tendenzen und einem Teil der Referent*innen vorgetragen, als auch nochmal in die Abschlussrunde der Tagung vor den Teilnehmer*innen eingebracht. Wir wollen mit diesem Statement die Kritik öffentlich und für alle an der Tagung Beteiligten transparent machen. Die intensive Auseinandersetzung damit wird uns weiter begleiten. Wir möchten mit dieser Stellungnahme aber schon jetzt unsere Versäumnisse einräumen und uns dafür entschuldigen. Wir haben es weiterhin versäumt, als Organisationsgruppe direkt auf die Kritik in der Abschlussrunde mit mehr als einer Chatnachricht zu reagieren und dies lediglich der Moderation überlassen.

 

Die Kritik

Was wir an grundsätzlicher Kritik verstanden haben und auch allen mitteilen wollen, die nicht beim Abschlusssplenum dabei waren, ist Folgendes:

In der Vorbereitung und Durchführung der Tagung haben wir als weißes Orga-Team die gesellschaftlichen rassistischen Strukturen wiederholt.

Wir haben eine Tagung aus weißer Perspektive für Weiße organisiert. Dafür möchten wir uns entschuldigen.

Weder haben wir von Rassismen und Antisemitismus Betroffene zu Wort kommen lassen, noch haben wir sie in der Organisation und Gestaltung der Tagung einbezogen.

Wir haben also die Perspektiven der Menschen, die am existentiellsten von Rassismen und Antisemitismus betroffen sind, nicht berücksichtigt und damit ausgeschlossen. Die Perspektiven und Erfahrungen von Betroffenen von Rassismen und Antisemitismus nicht einzubeziehen, lässt außer Acht, dass sie wertvolles Wissen und Erfahrungen haben, das weiße Menschen niemals haben können. 

So können wir keine antifaschistische und antirassistische Arbeit machen, denn ohne diese Perspektiven hat sie keinen Wert. Wenn wir nicht mit Betroffenen, sondern über Betroffene reden, in der Absicht, ihnen zu helfen, reproduziert dies Rassismus.

Des Weiteren wurden Rassismus, Antisemitismus und andere menschenverachtende Einstellungen fast nur im Kontext (extrem) rechter Strömungen und Akteur*innen und nicht auch als Teil unserer eigenen Strukturen sowie alltäglichen Handlungs- und Denkweisen thematisiert. Das Problem liegt aber im rassistischen gesellschaftlichen "Normalzustand", welcher BIPoC zu Anderen macht und ausschließt. 

 

Wie weiter?

Wir unterstützen die Forderung, dass alle an der Tagung Beteiligten sich mit dieser Kritik auseinandersetzen.

Für einen Anfang haben wir einige Links und Infos weiter unten zusammen gestellt.

Zusätzlich zu dieser grundsätzlichen Kritik wurden wir auf viele Details hingewiesen, mit denen wir uns als AG Rechte Tendenzen weiter auseinander setzen werden.

Das Gelernte wollen wir in unserer zukünftigen Arbeit umsetzen, möchten uns mit von Rassismen / Antisemitismus Betroffenen auf Augenhöhe verbünden und ihre Perspektive einbeziehen. Uns ist klar, dass das kein Selbstläufer ist, aber hoffentlich ein erster Schritt.

 

Meldet euch gern bei uns wenn ihr weitere Fragen und Anregungen habt.

Die AG Rechte Tendenzen des Netzwerk Solidarische Landwirtschaft e.V.

 

Glossar

Rassismus

Rassismus ist eine Ideologie, die Menschen aufgrund ihres Äußeren, ihres Namens, ihrer (vermeintlichen) Kultur, Herkunft oder Religion abwertet. In Deutschland betrifft das nicht-weiße Menschen – jene, die als nicht-deutsch, also vermeintlich nicht wirklich zugehörig angesehen werden. Wenn Menschen nicht nach ihren individuellen Fähigkeiten und Eigenschaften oder danach, was sie persönlich tun, sondern als Teil einer vermeintlich homogenen Gruppe beurteilt und abgewertet werden, dann ist das Rassismus. (vgl.: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/rassismus/was-ist-rassismus/)

Antisemitismus

Antisemitismus hat eine lange Geschichte und gehört bis heute zu den größten Herausforderungen unserer Gesellschaft. Der Hass auf Juden, die Ablehnung des Jüdischen, wo immer es auftaucht, ist weit verbreitet. Antisemitismus drückt sich in Form von Schändungen von jüdischen Friedhöfen, judenfeindlichen Schmierereien, der Leugnung des Holocausts, (Brand-)anschlägen auf Synagogen sowie Beleidigungen und körperliche Gewalt gegenüber Jüd*innen aus. Während unmittelbar und direkt ausgesprochener Hass auf jüdische Personen noch vielfach zu Entsetzen und Widerspruch führt, provoziert die indirekte, über Umwege geleitete Form der Ablehnung – selbst wenn sie ebenso hasserfüllt ist – meist keine Reaktionen. (vgl. https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/antisemitismus/was-ist-antisemitismus/)

BIPoC

BIPoCist die Abkürzung von Black, Indigenous, People of Color und bedeutet auf Deutsch Schwarz, Indigen und der Begriff People of Color wird nicht übersetzt. All diese Begriffe sind politische Selbstbezeichnungen und habe nichts mit biologischen Eigenschaften oder reellen Hautfarben zu tun. Das bedeutet, sie sind aus einem Widerstand gegen die täglichen (strukturellen) Rassismen entstanden. (vgl. http://www.migrationsrat.de/glossary/)

weiß

"weiß" und "Weißsein" bezeichnen ebenso wie "Schwarzsein" keine biologische Eigenschaft und keine reelle Hautfarbe, sondern eine politische und soziale Konstruktion. Mit Weißsein ist die dominante und privilegierte Position innerhalb des Machtverhältnisses Rassismus gemeint, die sonst zumeist unausgesprochen und unbenannt bleibt. Deshalb wird weiß kursiv geschrieben. (vgl.https://weranderneinenbrunnengraebt.wordpress.com/2012/09/15/weisweissein/)

Intersektionalität

Der Begriff Intersektionalität geht auf die afro-amerikanische Juristin Kimberlé Crenshaw zurück und beschreibt eine Perspektive auf die komplizierten Diskriminierungsformen, die den Alltag vieler Menschen prägen. Genauer heißt das, dass das herkömmliche Verständnis von Diskriminierung – zum Beispiel als Frau, oder als Schwarze Person – zu kurz greift. Denn Diskriminierung ergibt sich immer aus den Überschneidungen (oder auf Englisch: intersections) verschiedener Formen von Diskriminierung. Gut erklärt hier: https://youtu.be/Nw_M-FEzsN

 

Eine Linksammlung zur eigenen Weiterbildung findet ihr hier:

www.solidarische-landwirtschaft.org/fachtage-2021

 

Stellungnahme zu den aktuellen Querfront-Corona-Protesten

vom 23.06.2020

Mit Sorge beobachtet die AG Rechte Tendenzen und der Rat des Netzwerkes Solidarische Landwirtschaft die in vielen Städten wöchentlich stattfindenden "Hygiene"-Demos der sogenannten "Corona-Rebellen" gegen die Kontaktbeschränkungen im Zuge der Covid-19-Pandemie. Personell reicht das Spektrum der Teilnehmer*innen von vom Staat enttäuschten Bürger*innen, Impfgegner*innen über Verschwörungs-theoretiker*innen bis hin zu Reichsbürger*innen. Zunehmend treten auf diesen Demonstrationen Personen
aus dem rechtsradikalen Spektrum und Verschwörungsideolog*innen meinungsführend in Erscheinung. In diesem Kontext hat sich auch die "Mitmach"-Partei "Widerstand2020" gegründet, die durch extrem rechte sowie antisemitische Inhalte auffällt. Da sich den Demonstrationen vielfach Menschen aus der "Öko"- und Umweltbewegung anschließen, sehen wir es als notwendig an, uns als Netzwerk Solidarische Landwirtschaft zu den Hygiene-Demos zu positionieren. Die aktuelle Lage und die verschiedenen Einschränkungsmaßnahmen infolge der Corona-Pandemie stellen uns alle vor eine schwierige Situation. Wir verstehen die Verunsicherung vieler Menschen über das Virus, den Krankheitsverlauf und die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Verschwörungstheoretiker*innen nutzen diese Unsicherheit, um für ihre kruden und gefährlichen Welterklärungen zu werben.¹
Sie propagieren vereinfachte, von der Komplexität der Welt herunter gebrochene Erklärungen, die Unsicherheiten vermeintlich auflösen, simple Feindbilder schaffen, Schuldige benennen und die Gläubigen zu vermeintlich "Wissenden" machen. Es wird eine ‚Steuerung von oben‘ durch die ‚geheime Elite‘ heraufbeschworen, die von "schlechten" Ereignissen profitiert, und dabei an altbekannte antisemitische Erzählungen angeknüpft, wenn auch oft hinter "neuen" Chiffren wie Bill Gates, Bilderberger oder das Ostküstenkapital versteckt. Anstatt staatliches Handeln einer berechtigten und notwendigen analytischen umfassenden Gesellschafts- und Systemkritik zu unterziehen und für die Grundrechte aller Menschen einzutreten, zeigen die Teilnehmenden dieser Demonstrationen oft eine sozialdarwinistische Einstellung, wenn sie die sofortige Lockerung der Infektionsschutzmaßnahmen fordern und damit höhere Ansteckungs- und Todeszahlen vor allem von Risikogruppen billigend in Kauf nehmen. In den Verlautbarungen der "Corona-Rebellen" wimmelt es von Bezügen zur NS-Zeit, häufig fällt der Begriff "Diktatur", NS- und Shoa-Vergleiche werden bemüht. Diese sind klare antisemitische Symbole und bedeuten eine Verharmlosung eines einzigartigen schrecklichen Ereignisses in der deutschen Geschichte. 
 Sicher ist nicht jede verwirrte Meinungsäußerung per se rechtsradikal. Derartige Verlautbarungen, Transparente und Slogans zu tolerieren und sich mit ihnen in der gleichen Gruppe zu zeigen, kommuniziert jedoch einen antisemitischen Grundkonsens der Teilnehmenden. Noch dazu geht es den Demonstrant*innen vorwiegend um die Einschränkungen ihrer eigenen Freiheiten. Mitnichten wird für die Menschen
eingestanden, die von der Corona-Pandemie am härtesten betroffen sind und in ihrer Existenz, Bewegungsfreiheit und gesundheitlichen Unversehrtheit bedroht sind: Saisonarbeiter*innen in Agrar- und Fleischindustrie, Flüchtende innerhalb und außerhalb Europas, Obdachlose und Menschen in Ländern mit weniger gut ausgestatteten sozialstaatlichen Auffangsystemen und medizinischer Versorgung. Mit Verschwörungsideologien lässt sich keine fundierte Kritik an unserer kapitalistischen und von Ungleichheit geprägten Gesellschaft üben!
Dabei gibt es genügend Möglichkeiten, sich kritischen und solidarischen Demonstrationen anzuschließen, die sich solidarisch mit diesen Menschen zeigen und staatliches Handeln dahingehend kritisieren, so zum Beispiel #LeaveNoOneBehind, #EureSorgenMachenUnsSorgen und die Demonstrationen von Seebrücke.
Hingegen lehnt das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft e.V. Proteste, die jegliche Formen von Rassismus, Antisemitismus und Verschwörungstheorien tolerieren und propagieren, entschieden ab. Wir werden keine Querfronten mit rechten Ideolog*innen und Verschwörungsverfechter*innen eingehen!
Gemäß unseren Netzwerk-Statuten: ‚Das Netzwerk duldet in seinen Zusammenhängen keine rassistischen, fremdenfeindlichen und andere diskriminierenden oder menschenverachtenden Bestrebungen.‘ lehnen wir eine Zusammenarbeit oder Unterstützung der "Corona-Rebellen" und ihrer Sympathisant*innen entschieden ab.

Wir hoffen, dass ihr verantwortungsvoll, kritisch und bedacht durch diese schwierigen Zeiten geht. Ein  solidarisches und emanzipatorisches Handeln bedeutet für uns, keinen vereinfachten und populistischen Erklärungsmustern zu folgen, sondern die Freiräume, die wir auf unseren Höfen schaffen, so frei von Diskriminierung wie möglich zu gestalten, sodass möglichst viele verschiedene Menschen partizipieren und sich sicher und wohl fühlen können. Sobald wir Menschen mit rechter Gesinnung in diese Freiräume lassen, schließen wir damit all diejenigen aus, die von der Diskriminierung betroffen sind.
Das ‚Solidarisch‘ in Solidarische Landwirtschaft bedeutet nicht nur, dass wir unsere Ernte und das Risiko im Anbau solidarisch miteinander teilen, sondern auch, dass wir uns solidarisch mit all denen zeigen, die weniger privilegiert sind.
Unsere Solidarität gilt all jenen, die unter der Pandemie am meisten zu leiden haben. Den migrantischen Saisonkräften, die u.a. im Spargelanbau oder in der Fleischindustrie ausgebeutet werden und keinen Zugang zu Schutzmaßnahmen haben. Mit jenen, die in Pflegeberufen arbeiten und dort unterbezahlt tagtäglich dem Risiko einer Ansteckung ausgesetzt sind. Mit jenen, die in überfüllten Lagern an den Außengrenzen Europas und jenseits keinen Zugang zu sauberem Wasser, Hygieneartikeln und medizinischer Versorgung haben.

¹ Der Begriff „Verschwörungstheorie“ wird sowohl im Alltag als auch in der Wissenschaft immer häufiger verwendet und häufig geschieht das ohne eindeutige Definition. In der wissenschaftlichen Forschung zu Verschwörungstheorien werden aber einige Aspekte diskutiert, die eine "Verschwörungstheorie“ ausmachen.
Der Begriff „Theorie“ wird dabei meistens abgelehnt, weil diese Gedankengebäude eben keine „Theorie“ in einem wissenschaftlichen Sinne (wie z.B. die Theorie über den Aufbau einer Galaxie) enthalten, sondern eben ideologische Gedankengebäude sind.
Eine Verschwörungsideologie beruht darauf, dass eine Bedrohung wahrgenommen wird, für die eine Erklärung vorliegt (das wäre dann die „Theorie“). Diese Erklärung beinhaltet häufig einen geheimen Plan und sie macht Schuldige aus sowie Profiteur*innen und Betroffene. Die Erklärung ist in der Regel monokausal, also sehr einfach formuliert. Sie verdeckt Widersprüchlichkeiten und verneint jegliche (historische) Zufälle.
Vermeintliche „Beweise“ für die „Theorie“ werden in der Regel selektiv ausgewählt oder gar nicht erst vorgebracht.
Verschwörungsideologien entfalten auf zwei Ebenen großes, gefährliches Potenzial:
1) Dadurch, dass es für eine solche Ideologie immer und notwendigerweise einer Gruppe von
Verschwörer*innen oder entsprechenden Einzelpersonen bedarf, wird die wahrgenommene Bedrohung eben diesen Verschwörer*innen - und ausschließlich ihnen - angelastet. Kritik an sozialen Strukturen, gesellschaftlichen Prozessen und Institutionen unterbleibt in der Regel völlig. Statt dessen werden häufig Ressentiments gegen Personengruppen geschürt, die so von einem imaginären „wir“ ausgeschlossen werden.
2) Wer also an Verschwörungen glaubt, hat sich eine bestimmte „Mentalität“, eine Form zu denken, angeeignet. Sie sorgt dafür, dass aus dem Glauben an eine Verschwörung (z.B. mit dem möglichen Corona-Impfstoff sollen uns Mikrochips implantiert werden) schnell ein geschlossenes Weltbild wird, das nur noch Verschwörungen kennt. Aktuelle sozialwissenschaftliche Studien der Uni Leipzig sowie der Uni Bielefeld zeigen in repräsentativen Befragungen, dass Menschen mit einem verschwörungsideologischen Weltbild
keineswegs nur an den politischen „Rändern“ anzutreffen sind. Vielmehr ist der Glaube an Verschwörungen (auch) ein Phänomen der vermeintlichen gesellschaftlichen Mitte.
Menschen, die an Verschwörungen glauben, wähnen sich häufig als Teil einer überlegenen Gruppe, sind häufiger gruppenbezogen menschenfeindlich und vertreten häufig antisemitische und sozialdarwinistische Positionen (s. Studie der Uni Bielefeld).
 

Liebe Solawi-Netzwerk-Mitglieder und Interessierte,

auf unsere Stellungnahme zu den aktuellen Querfront-Corona-Protesten gab es unterschiedliche Reaktionen. Wir haben viel Zuspruch und Wertschätzung erhalten und es gab auch negative Rückmeldungen, unter anderem der Vorwurf, wir würden dem 'Mainstream' folgen. Deshalb wollen wir nochmal betonen, dass wir uns mit der Thematik ausführlich auseinandergesetzt und intensiv mit verschiedenen Menschen darüber ausgetauscht haben.

Unser Wunsch ist, dass die Querfront-Corona-Proteste kritisch hinterfragt und klare Grenzen aufgezeigt werden, wenn struktureller Antisemitismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auch in unserem Umfeld auftreten.

Wir freuen uns zu hören, dass es in vielen Solawis bereits Auseinandersetzungen mit dem Thema gab und gibt, und hoffen, dass der Diskurs respektvoll weitergeführt wird. 

 

Leserbriefe und Antworten

Leserbrief zum Rundbrief 1/2019

Kontakt

Bei Fragen, Vorkommnissen oder Informationen kannst du uns gerne kontaktieren!

Solawi-Newsletter – frisch auf den Tisch!

Erhalte unseren monatlichen Newsletter rund um die Solidarische Landwirtschaft.

Jetzt abonnieren

Termine

Solawi gegen Rechts