AG Rechte Tendenzen

Wir haben uns auf dem Herbsttreffen 2016 gegründet und beschäftigen uns mit der Anschlussfähigkeit der Solidarischen Landwirtschaft per se für „rechte Ökolog*innen“. Das Netzwerk hat in seinen Statuten ein klares Bekenntnis zu Humanismus und Weltoffenheit. Wir wollen die einzelnen Gruppen ermutigen, sich mit ihrem politischen Profil zu beschäftigen und sich klar zu positionieren. Einer Vereinnahmung unserer guten Ideen von nationalistisch ausgerichteten Gruppen möchten wir von vornherein entgegentreten und arbeiten daran, das auch in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen.

Auf den Netzwerktreffen öffnen wir den Raum für alle, die auch Lust haben, an diesen Themen zu arbeiten und ihre Ideen einzubringen. Wir sind aber auch immer Ansprechpartner*in für Eure Erlebnisse, Zweifel und Kritik und sammeln Vorfälle aus den verschiedenen Regionen. 

Eine wichtige Säule unserer Arbeit ist Aufklärung und Sensibilisierung, da die politische Dimension von „Solawi“ manchen gar nicht bewusst ist. Auch die ökologischen Strömungen innerhalb der rechten Szene sind vielen völlig unbekannt und manche Gruppe ist erstmal überfordert, wenn sie damit in Berührung kommt.

SOLAWIS SIND BUNT! Hier unser Flyer zum Anschauen, Ausdrucken und Weiterverteilen!

Einladung zu einem partizipativen Positionierungsprozess

Liebe SoLaWi-Netzwerk-Mitglieder,

immer wieder treffen wir als AG Rechte Tendenzen in unserer Arbeit auf Unsicherheiten, Unwissen und Schwierigkeiten bei der Positionierung zu Rechten Andockversuchen und Tendenzen in der SoLaWi-Bewegung. In unserer Arbeit beziehen wir uns auf den Passus zur Abgrenzung gegen Rechts aus der Satzung des Netzwerks - und wollen diesen nun in einem partizipativen Prozess mit euch um eine ausführlicher ausbuchstabierte Positionierung ergänzen. Für diesen partizipativen Positionierungsprozess haben wir im Januar das Mandat vom Rat bekommen.

Warum ist das wichtig?

Wir wollen diese Positionierung als breite Basis in unserer Bewegung etablieren und verstanden wissen. Wir sehen die Notwendigkeit einer ausführlicheren Argumentation in Hinblick auf die Komplexität rechter Anschlussversuche. Wir betrachten den partizipativen Prozess dorthin als super Rahmen für Sensibilisierung, Bildung und Auseinandersetzung mit Rechten Anschlussversuchen und mit Rassismus in unseren eigenen Strukturen - aber auch damit, wofür wir stehen und gemeinsam kämpfen wollen. Der partizipative Schreibprozess ist ein erster Schritt, die Positionierung in unserer politischen Praxis zu verankern. Letztlich soll die Positionierung allen SoLaWis als Handreichung und Inspiration dienen, sich im eigenen Projekt zu positionieren und politisch Haltung zu beziehen.

Sei dabei! 

Wir laden alle Netzwerk-Mitglieder zum partizipativen Positionierungsprozess ein. Unsere Ideen für die Gestaltung des Prozesses stellen wir auf der Frühjahrstagung vor. Am 28. April wird es dann ein erstes Auftakttreffen für die Gründung der Positionierungsarbeitsgruppe geben. Ihr könnt also bei der Frühjahrstagung oder beim Auftakttreffen der Gruppe anschließen.

Was heißt eine Teilnahme konkret?

Wir werden uns in Kleingruppen organisieren, die sich ca. monatlich online treffen und sonst dezentral an Textbausteinen arbeiten. Darüber hinaus werden sich alle Arbeitsgruppen 1x im Quartal online treffen und die Texte diskutieren. Wir gehen von einer aktiven Schreibphase von einem Jahr aus bis circa Sommer 2023. Um in einen konstruktiven und produktiven Austausch zu kommen, werden wir im Prozess von den mobilen Beratungsteams gegen Rassismus und Rechtsextremismus und für demokratische Kultur begleitet.

Wir wünschen uns, dass sich viele Menschen im Netzwerk finden, die möglichst verbindlich mit uns zusammen an der Positionierung schreiben.

Ihr habt Interesse? Dann schreibt uns hier.

Hier der bisherige Abschnitt der Satzung.

Als Vorbild für unser Vorhaben hier die gelungene Positionierung von "Dreschflegel" von 2019.

Aktuelles und Veranstaltungen zum Thema

Podcast Reihe zum Thema Anastasia

Reinhören

Radio Beitrag über das Netzwerk um die "Akademie Engelsburg"

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Katapult: Artikel zu Völkische Siedlungen in MV

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SolaWi ist politsch - Monatliche News

Awareness – Diskriminierungssensible Räume schaffen

SoLawis sind mal mehr mal weniger große soziale Zusammenhänge in denen bei Arbeitseinsätzen, Hoffesten und anderen Gelegenheiten viele Menschen aufeinandertreffen. Wir fänden es begrüßenswert, wenn die SoLawis noch vielfältiger, diverser und inklusiver werden, als sie es hier und da schon sind! Auch, wenn wir uns manchmal wünschen, dass Diskriminierungen in verschiedensten Formen in fortschrittlichen sozialen Bewegungen keine Rolle spielen, zeigt die Realität leider immer wieder Gegenteiliges. Auch wenn sozialer Fortschritt in vielen Bereichen bereits durch Arbeiter*innen, Frauen*, Queers, BIPoC und deren Unterstützer*innen erkämpft wurden, kommt es in unserer Gesellschaft immer wieder zu diskriminierenden, rassistischen und sexistischen Verhaltensweise und Übergriffen. Nicht zuletzt sind die Fortschritte auch stets durch andere gesellschaftliche Kräfte bedroht.

Wir sollten uns als SoLawis mit den begünstigenden Strukturen von Diskriminierung auseinandersetzen, präventiv tätig werden und einen konstruktiven Umgang mit Vorfällen entwickeln. Das bedeutet auch Betroffene und deren Perspektiven ernst zu nehmen.

 

Hier eine Leseempfehlungen zum Thema:

Awareness - Umgang mit Diskriminierung & (sexualisierter) Gewalt bei Veranstaltungen (2021). Zum Download unter https://www.initiative-awareness.de/informieren/ressourcen

 

Umgang mit rechten Störungen bei Veranstaltungen

Bei digitalen aber auch bei Veranstaltungen in Präsenz kann es vorkommen, dass Menschen gezielt versuchen die Veranstaltungen zu stören oder gar mit eigenen Inhalten und Positionen zu kapern (Stichwort: Zoombombing). Über eine Teilnahme an Veranstaltungen soll manchmal auch einfach zur Normalisierung der Präsenz von (extrem) rechten Akteur*innen beigetragen werden.

Diese Art von Raumnahme ist Teil einer Strategie der „neuen“ Rechten, mit der in Zukunft noch häufiger gerechnet werden muss. Ein Beispiel dafür ist die Teilnahme eines AfD-Landtagsabgeordneten an einer Veranstaltung zum Thema Solidarische Landwirtschaft des Allmende Taucha e.V. vor einigen Monaten.

Für einen guten Umgang mit solchen Situationen, gilt es sich entsprechend vorzubereiten. Ziel muss es sein einen Abbruch der Veranstaltung zu verhindern und menschenverachtenden Positionen nicht ungewollt eine Bühne zu bieten. Es geht außerdem darum, Menschen die Teilnahme zu ermöglichen, für die solche Auftritte eine Bedrohung darstellen oder die sich von ihnen bedroht fühlen. Dazu gibt es verschiedene Handreichungen, die helfen handlungsfähig zu bleiben:

 

Auch Digital sichere Räume schaffen. Online-Veranstaltungen und -Seminare schützen – Zum Umgang mit rechtsextremen, rassistischen und antisemitischen Störungen und Bedrohungen (2020) https://mbr-berlin.de/publikationen/auch-digital-sichere-raeume-schaffen-online-veranstaltungen-und-seminare-schuetzen-zum-umgang-mit-rechtsextremen-rassistischen-und-antisemitischen-stoerungen-und-bedrohungen-2020/

 

Öffentliche Veranstaltungen ohne Störung von Rechtsextremen

https://jugend.dgb.de/++co++b420ca6e-9c67-11e2-b567-525400808b5c/Blickpunkt-ffentliche-Veranstaltungen-ohne-Stoerung-von-Rechtsextremen.pdf

 

Feste feiern ohne Nazis - Handlungsempfehlung für störungsfreie Straßenfeste (2015)

https://mbr-berlin.de/publikationen/feste-feiern-ohne-nazis-handlungsempfehlung-fuer-stoerungsfreie-strassenfeste-2015/

 

 

In diesem Newsletter möchten wir euch folgende Beiträge ans Herz legen:

#1 Das Rechercheprojekt „Europas dreckige Ernte – Das Leid hinter dem Geschäft mit Obst und Gemüse“ des Bayrischen Rundfunks wurde zwar schon 2019 veröffentlicht, hat aber an Aktualität (leider) nichts verloren. Film und Podcast sind sehr empfehlenswert: https://interaktiv.br.de/dreckige-ernte

#2 Nicht nur in Südeuropa ist die Situation der Wanderarbeiter*innen in der Landwirtschaft katastrophal, sondern auch in Deutschland, das zeigt der Artikel „Ausbeutung hat immer Saison“ von Stefan Dietl (https://gegenblende.dgb.de/++co++47c9d8e6-b996-11ec-a3f4-001a4a160123).

Weiterführend hat derselbe Autor gemeinsam mit Kathrin Birner das Buch „Die modernen Wanderarbeiter*innen. Arbeitsmigrant*innen im Kampf um ihre Rechte“ im Unrast Verlag veröffentlicht.

#3 Mit „Healing Grounds“ hat Liz Carlisle ein wunderschönes Buch über Klimagerechtigkeit und regenerative Landwirtschaft in den USA geschrieben. Sie erzählt von BIPoC (Black, Indigenous, and People of Color) Bäuer*innen, die entgegen jahrhundertelanger Unterdrückung, Entrechtung und Landenteignungen die landwirtschaftlichen Praktiken ihrer Vorfahren erhalten, wiederaufleben lassen und weitergeben – und dabei ihre Gemeinschaften ernähren, Humus aufbauen, Biodiversität mehren und das Klima schützen. Carlisle zeigt, dass regenerative Landwirtschaft weder neu ist, noch von den heute so prominenten (mehrheitlich weißen und männlichen) Bauern und Beratern erfunden wurde. Stattdessen reichen die Wurzeln der regenerativen Praktiken Jahrhunderte weit zurück in die asiatische, afrikanische und nord- sowie lateinamerikanische Agrargeschichte. So gesehen bietet die regenerative Landwirtschaft einen emanzipatorischen, antirassistischen und holistischen Ansatz, der die Vielfalt von Menschen und Pflanzen feiert und weit über allein technische Strategien der Bindung von CO2 hinausgeht.

Leider nur auf Englisch verfügbar, aber leicht lesbar.

#4 Wer sich fragt, wie ein guter Umgang mit rechten Parolen und Verschwörungsmythen aussehen kann, findet auf folgender Seite spannende Tipps: https://www.kleinerfuenf.de/de/gute-argumente-fuer-hitzige-gespraeche

Argumentationstrainings hierzu bietet auch die Kurve Wustrow: https://www.kurvewustrow.org/argumentationstrainings

 

Solidaritätserklärung mit dem Allmende Taucha e.V.

Nach abermaligen rechten Angriffen auf den SoLawi-Verein Allmende Taucha e.V.:

Das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft steht solidarisch mit Euch für eine vielfältige, bunte und solidarische Welt, in der alle Menschen Platz haben! Rechten Angriffen und Einschüchterungen werden wir nicht weichen!

Der Allmende Taucha e.V. ist ein mit den SoLawis im Leipziger Umland verbundener Verein, der in Taucha und darüber hinaus die Verbreitung der Ideen der Solidarischen Landwirtschaft vorantreibt. Der Verein widmet sich der Vernetzung und Kooperation zwischen den SoLawi-Projekten, aber auch zwischen anderen Landwirt:innen auf lokaler und regionaler Ebene.

In der Nacht auf den 10. September 2022 wurde bereits zum 7. Mal in zwei Jahren eine Schaufensterscheibe des Vereinshauses zerstört. Mit einem Asphaltbrocken wurde eine große Scheibe eingeworfen und auch im Ladeninneren Schaden angerichtet. An dem Tag fand ein Fest des Vereins in Taucha statt. Eine andere, wenige Tage zuvor zerstörte Scheibe war noch nicht erneuert.

Die Betroffenen sehen im jüngsten Angriff einen gezielten Einschüchterungsversuch aus rechten Kreisen: "Der Allmende Taucha e.V. wird hier stellvertretend für die in den vergangenen Jahren angewachsenen lebendigen Projekte der Solidarischen Landwirtschaft angegriffen", heißt es in einer Erklärung.

Die SoLawis in der Region bringen schon seit Längerem neuen Schwung, neue Inhalte, neue Leute und neuen Stadt-Land-Austausch nach Taucha. Dies scheint vor Ort nicht allen zu gefallen. Die Sachbeschädigungen "(...) sollen aber wahrscheinlich auch alle anderen, die sich für ein vielfältiges und buntes Taucha einsetzen, einschüchtern", so der Verein weiter.

In Taucha gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Aktivitäten aus dem extrem rechten Milieu. Neben den zahlreichen Sachbeschädigungen beim Allmende Taucha e.V. sei hier auf einen schweren Übergriff auf einen Jugendlichen im Juni dieses Jahres, diverse Bedrohungen und immer wieder in der Öffentlichkeit auftauchende extrem rechte Propaganda verwiesen. Weitere Vorfälle sind hier dokumentiert: https://chronikle.org/ereignisse?search=Taucha

In Taucha bedrohen Akteur*innen aus der extrem rechten Szene offensichtlich die Bewegungsfreiheit und Sicherheit von Menschen, die nicht in ihr menschenverachtendes Weltbild passen und ihren Deutungsanspruch in Frage stellen. Die Gewalttaten, Einschüchterungsversuche und Bedrohungen spielen sich an Orten ab, durch die sich die SoLawistas sicher bewegen können sollten. Es betrifft die Lebens- und Transitorte von Genoss*innen, Gärtner*innen, deren Kinder und Freund*innen.

Dass rechte Gewalt besonders für People of Color, Schwarze Menschen, queere und Trans* Personen, Wohnungslose und andere auch in den vergangenen Jahren immer wieder tödlich endete, haben die Morde des NSU, Halle und Hanau sowie ganz aktuell der gewaltsame Tod von Malte C., einem Trans-Mann, in Münster gezeigt.

Die zunehmende Aggressivität der extremen Rechten, auch in Taucha, macht uns als Netzwerk Solidarische Landwirtschaft betroffen, traurig und wütend. Und es zeigt auf, dass sich extrem rechte Akteur*innen und Strukturen offensichtlich stark von den emanzipatorischen Ideen, Projekten und Utopien vieler SoLawis bedroht fühlen. Denn in unseren Projekten ist für ihre menschenfeindlichen, rassistischen und sexistischen Erzählungen und Weltsichten kein Platz.

Umso wichtiger ist es, auf dem Land wie in der Stadt Räume nicht den Rechten zu überlassen.

Also lasst uns Zusammenstehen gegen rechte Hetze, Einschüchterung und Gewalt und klar machen, dass wir dem Allmende Taucha e.V. und den anderen in Taucha Aktiven solidarisch zu Seite stehen. Lasst Euch nicht unterkriegen und meldet Euch, wenn ihr konkrete Unterstützung braucht.

Liebe SoLaWi Rundbrief-Leser*innen,

Zur Zeit macht die AG Rechte Tendenzen eine kleine Sommerpause. Die Arbeit auf dem Acker und in den SoLaWi Betrieben hat Hauptsaison und so muss das ehrenamtliche Engagement etwas zurück stecken.

Bereits seit Ende April läuft der Partizipative Positionierungs Prozess.

Aus SolaWi Betrieben deutschlandweit treffen wir uns regelmäßig in kleinen Gruppen und erarbeiten Text Abschnitte. Diese setzen sich am Ende zu einer kurz und knackigen, aber inhaltvollen und aussagekräftigen Positionierung zusammen. Die Arbeit ist spannend und fordernd. Wie ausführlich soll die Stellungsnahme werden? Welche Sprache nutzen wir? Für wen und aus wessen Perspektive schreiben wir?

Auf der Herbsttagung im November wollen wir euch eine vorläufige Version vorstellen.

Kurze Tipps aus der Recherchearbeit:

- Hier die neue Broschüre der Mobilen Beratungstelle MBT Hessen zu Erscheinungsformen der extremen Rechten zwischen Ökologie & Esoterik. Ein Einblick in ländliche Räume Nordhessens. Auch mit einem Interview von der AG Rechte Tendenzen zum Engagement gegen Rechts

mbt-hessen.org/fileadmin/20220707_MBT_Erscheinungsformen_der_extremen_Rechten_zwischen_O__kologie___Esoterik_A4_01.pdf

- Ein Artikel aus der jungle.world über Bauernproteste und Andockversuche von rechts.:

https://jungle.world/artikel/2022/30/warten-auf-den-bauernaufstand

- Zum Jahrestag von den rassistischen Anschlägen in Rostock-Lichtenhagen, eine 30min Dokumentation des NDR: https://www.youtube.com/watch?v=VQOHR32nlXk

 

Vor Kurzem habe ich die Erinnerungsstätte Auschwitz-Birkenau besucht. Folgender Satz auf einer Mahntafel hat mich sehr beeindruckt:

DIESER ORT SEI ALLEZEIT EIN AUFSCHREI DER VERZWEIFLUNG UND DER MAHNUNG AN DIE MENSCHHEIT.

(auf das wir nicht erst ein KZ besuchen müssen um diesen Aufschrei zu hören!)

Niemals vergessen!

 

Die AG Rechte Tendenzen

Liebe SolaWis,

Wir freuen uns das die Arbeit am PPP  gestartet ist und auch ein Ratsmitglied vertreten.

Wir hatten 2 Zoom Meeting dazu. Beim 1. Meeting haben wir informiert, den Prozeß vorgestellt. Beim 2. Meeting haben die Menschen sich auf mehrere Arbeitsgruppen zur weiteren Textarbeit verteilt. Jetzt folgen Meetings der einzelnen Schreibgruppen und dann der Gesamtgruppe.

Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Hier noch der Hinweis auf einen Podcast. Im Interview mit Klaus Strüver geht es viel ums Netzwerk, ab Minute 12 wird auch auf Solawi gegen Rechts Bezug genommen.

https://open.spotify.com/episode/1Siv3FQcE7CGRgttMzTW1e?si=gfRc3lGKSsa4lc6vo9ueUQ
 

Mit solidarischen Grüßen,

Die AG rechte Tendenzen

Hier mal wieder ein paar Tipps aus unserer Recherche:

#1 Das Buch „Frische Früchte, kaputte Körper. Migration, Rassismus und die Landwirtschaft in den USA“ von Seth M. Holmes bietet tiefe Einblicke in den Lebens- und Arbeitsalltag mexikanischer Migrant*innen, die in den USA als Erntehelfer*innen arbeiten (Transcript Verlag, Bielefeld 2022).

#2 Das LabourNet Germany Dossier „Ernte-Migrant*innen: Wenn Spargel und Erdbeeren besser behandelt werden“ zeigt die Missstände von Erntehelfer*innen in Deutschland umfassend auf: https://www.labournet.de/branchen/landwirtschaft/erntehelfer-wenn-man-die-leute-anstaendig-behandelt-kommen-sie-auch/

Übrigens wäre es unserer Meinung nach an der Zeit, über den Begriff „Erntehelfer“ nachzudenken und diesen mit passenderen Begriffen zu ersetzen. Schließlich geht es nicht um einen außerplanmäßigen Hilfseinsatz, sondern um systematisch eingeplante Landarbeiter*innen, ohne die in vielen Bereichen der Landwirtschaft gar nichts geht und die zudem häufig ausgebildete und/oder sehr erfahrene Bäuer*innen sind.

#3 Das Antifa-Infoblatt 134, 1.2022 beschäftigt sich ausführlich mit Rechten Siedlungsträumen. Lesenswert!

Im März haben wir unsere AG-Arbeit und unseren Partizipativen Positionierungsprozess auf der Frühjahrstagung vorgestellt. Am 28.04. um 19 Uhr geht es los. Wenn ihr oder Eure Solawi Mitglied im Netzwerk seid, könnt ihr Euch dafür noch anmelden (Mail an gegen-rechts solidarische-landwirtschaft.org).

Ende März hat unser AG-Treffen statt gefunden: Als Reaktion auf die Kritik zu unserer Fachtagung im Frühjahr 2021 wollen wir uns selbst mehr mit unseren eigenen Strukturen auseinandersetzen. Daher haben wir uns Unterstützung von Samie Blasingaime vom Kollektiv Black Earth geholt und erarbeiten mit ihr zusammen einen Workshop. Der Workshop „Building Food Justice“ soll den Teilnehmenden praktische Fähigkeiten für inklusivere und intersektionale Projekte im Bereich der Ernährung und Landwirtschaft vermitteln.

Aktuell wird die Arbeit unserer AG außerdem von Julia Spanier und Leonie Guerrero, zwei Doktorandinnen der Universität Utrecht, begleitet. Sie forschen seit ca. zwei Jahren zu Solawi als Akteur in der Nachhaltigkeitstransformation und interessieren sich dabei für das Aufbrechen von strukturellem Rassismus im Solawi Kontext. Derzeit suchen sie noch nach Interviewpartner:innen, die zu einer antirassistischen Ausrichtung des Netzwerks bzw. zu Rassismuserfahrungen in der alternativen Landwirtschaftsbewegung sprechen möchten. Bei Interesse meldet euch gerne bei: j.r.spanieruu.nl und l.guerrerolarauu.nl

 

Liebe SoLaWi-Rundbrief-Leser*innen, wir von der AG rechte Tendenzen, wollen euch als SoLaWi Mitglieder nochmals ganz herzlich dazu einladen, mit uns den Partizipativen Positionierungsprozess zu gestalten. Diese Positionierung soll die Abgrenzung gegen Rechts aus der Satzung ergänzen und erweitern. Auftakt dazu ist am 28. April um 19 Uhr. Wenn ihr Interesse habt mitzumachen, schreibt uns gerne eine Mail an gegen-rechtssolidarische-landwirtschaft.org.

Die ausführliche Einladung findet ihr hier: https://www.solidarische-landwirtschaft.org/das-netzwerk/arbeitsgruppen/rechte-tendenzen

Im Laufe der Corona Pandemie bekamen wir immer wieder Anfragen zum Umgang mit Verschwörungsideolog*innen. Am 02.04 findet ein Workshop zum Umgang mit Verschwörungsmythen im persönlichen Umfeld statt, den wir euch deshalb gerne ans Herz legen möchten. Mehr Infos findet ihr hier:

https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/XJL4R/verschwoerungsmythen---argumentieren-intervenieren?cHash=66ca3e2417e2a874f5b8b60c3447cde4

Als zweites großes Thema, das uns neben der Positionierung beschäftigt, ist das Thema „Diversität“ in der Solawi-Szene. Woran müssen wir arbeiten, um die Vielfalt der Gesellschaft auch im Solawi-Netzwerk abzubilden, das sich vorwiegend aus weißen, bildungsnahen Personen zusammensetzt.  Als Input empfehlen wir in diesem Kontext eine Podiumsdiskussion, die sich damit auseinandersetzt, wer in der Klimaschutzdebatte sichtbar ist und wer nicht. Was die Gründe dafür sind und welche Rolle postkoloniale Machtstrukturen spielen.

https://www.youtube.com/watch?v=VquSDKUxq24

Hier wieder ein paar Empfehlungen aus unserer Recherche:

#1 Nachdem wir im letzten Newsletter den Vortrag „Schwarze Perspektiven auf die Kolonialität der Klimakrise“ von Africavenir International e.V. empfohlen haben, möchten wir euch nun den Artikel „Von Umweltrassismus zu Klimagerechtigkeit? Koloniale Kontinuitäten in der Klimakrise“ von Nene Opoku nahelegen. Dieser ist 2021 in folgender FARN-Broschüre erschienen (S. 29): https://www.nf-farn.de/system/files/documents/broschuere_farn_klimavonrechts_web.pdf

Auch die anderen Artikel aus der Broschüre sind sehr lesenswert!

#2 Wie intersektionaler Klimaaktivismus aussehen kann, thematisiert dieser Podcast von Locals United: https://www.podcast.de/episode/588414489/locals-united-fragt-folge-7

#3 Koloniale Kontinuitäten sind nicht nur in der Klimapolitik zu finden, sondern prägen alle Bereiche unserer Gesellschaft – auch die Landwirtschaft. Auch wenn folgende Doku über Erntehelfer*innen in der Landwirtschaft diese Strukturen nicht tiefgehend analysiert oder grundsätzlich infrage stellt, ist sie doch sehr sehenswert:

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/erntehelfer--unsichtbar-und-ausgebeutet-100.html

 

Liebe SoLaWi-Rundbrief-Leser*innen! Im neuen Jahr wollen wir als AG Rechte Tendenzen euch hier monatlich mit spannenden Hör- und Lesetipps rund um das Thema rechte Tendenzen in der Landwirtschaft, Rassismus und antirassistisches Engagement in unserer Gesellschaft versorgen. Zum Informieren, als Denkanstöße und Inspiration für Diskussionen in euren eigenen Projekten - SoLaWi ist politisch!

Wie immer erreicht ihr uns unter gegen-rechtssolidarische-landwirtschaft.org

Drei Themen wollen wir euch im Januar ans Herz legen.

#1 Allen Klimabewegten möchten wir folgenden Vortrag von Afrciavenir e.V. zu schwarzen Perspektiven auf die Kolonialität der Klimakrise empfehlen: https://soundcloud.com/user-842377063/schwarze-perspektiven-auf-die-kolonialitat-der-klimakrise

#2 Am 19. Februar 2022 jährt sich zum zweiten Mal der rassistische Terroranschlag von Hanau. Daran wollen wir erinnern und gedenken, und müssen uns las Zivilgesellschaft nach wie vor einmischen und Aufklärung einfordern! Dazu haben wir euch einige Links zusammengestellt mit kürzeren und längeren Reportagen (teils von letztem Jahr und dennoch aktuell) und weiterführenden Infos für ein gemeinsames Gedenken: NSU-Watch | Aufklären & Einmischen Podcast #63 - "Wir klagen an! Ein Jahr nach dem rassistischen Terroranschlag von Hanau." | NSU Watch https://www.nsu-watch.info/podcast/nsu-watch-aufklaereneinmischen-63-wir-klagen-an-ein-jahr-nach-dem-rassistischen-terroranschlag-von-hanau/ 190220 - Ein Jahr nach Hanau | Podcast rund um Hanau (leider nur mit Spotify-Account zugänglich) https://open.spotify.com/show/0Z2UJwgGfDnxrIhJpefINW?si=Rw2eOvZNSsOIQool0fG6iQ&utm_source=copy-link Migrantische Selbstorganisation der Betroffenen und Angehörigen Initiative 19. Februar | Website mit Berichten, Statements, Audiomitschnitten, Plakaten, ... https://19feb-hanau.org/aktuell/

#3 Auch das Thema Anastasia bleibt leider weiterhin aktuell. Dieser neue Bericht des BR beleuchtet wie die Ansiedlung rechts-esoterischer Anastasia-Anhänger*innen im brandenburgischen Grabow ein Dorf spaltet. BR24 | Anastasia-Bewegung spaltet Dorf: Esoterik und Rassismus https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/anastasia-bewegung-spaltet-dorf-esoterik-und-rassismus,Sr6xLhP?UTM_Name=Web-Share&UTM_Source=Link&UTM_Medium=Link

Aktuelles von der AG rechte Tendenzen

Die AG rechte Tendenzen ist bei einem sehr produktiven Treffen im November in die nächste Arbeitsphase gestartet. Nachdem wir uns mit der Organisation der verbandsübergreifenden Fachtagung „Kartoffel, Kürbis, Vaterland – Landwirtschaft in rechter Hand?“ im März ganz schön verausgabt hatten, brauchten wir erstmal eine Sommerpause.

Neben dem „Alltagsgeschäft“ – Aufklärung, Recherche, Beratung und Teilnahme an dem aus der Tagung hervorgegangenen Arbeitskreis der verbandsübergreifenden Strategiebildung gegen Rechts, haben wir 2 Schwerpunkte für die kommenden Monate gesetzt.

Positionierungsprozess

In einem gemeinsamen Prozess mit dem Netzwerk wollen wir die Positionierung gegen Rechts, die in der Satzung des Netzwerks verankert ist, weiter ausarbeiten. Großes Vorbild dafür ist die ausführliche Positionierung von „Dreschflegel“ von 2019, zu finden unter https://www.dreschflegel-saatgut.de/gegen-braune-tendenzen/

Die Idee und die Möglichkeiten, daran mitzuwirken, stellen wir bei der Frühjahrstagung vor.

Diversität

Der zweite Focus dreht sich um das Thema „Diversität“ – warum besteht unsere Solawi-Szene vorwiegend aus Menschen der weißen, biodeutschen, gutgebildeten Mittelschicht? Und an welchen Punkten müssen wir arbeiten, damit die Vielfalt unserer Gesellschaft sich auch bei den Solawis und in unserem Netzwerk wiederfindet? Wo sollten wir genauer hingucken, um unsere eigene unbewusste Reproduktion von Rassismus und Kolonialismus zu erkennen und zu bearbeiten? Wie schaffen wir es, Leute anzusprechen und einzuladen, die uns fremd sind und denen das Thema „solidarische Landwirtschaft“ fremd ist? Wir haben hierzu eine Expertin eingeladen, zunächst uns als AG in dem Prozess zu begleiten. Mit ihr wollen wir entwickeln, wie wir z.B. anhand von Webinaren und Workshops dem Thema einen angemessenen Platz im Netzwerk geben.

Hörempfehlungen

Aus unserem Recherche-Fundus möchten wir Euch zwei aktuelle Links empfehlen:

http://rdl.de/beitrag/gr-ndung-rechtsradikaler-regionaler-gruppen-der-akademie-engelsburg

Ein Radiobeitrag über ein esoterisch-neurechtes Netzwerk, das schon beim Aufruf zur Gründung von Regionalgruppen im Mai 2021 bei telegram 47.000 Follower hatte. Es hat starken Bezug zu Anastasia und kruden Verschwörungsideologien.

Und für alle, die die Situation der Schutzsuchenden in den polnisch-belarussischen Wäldern umtreibt – ein Podcast von Medico International:

https://open.spotify.com/show/4U4WkufoeChCdtOr3JODJ8

Mitmachen

Wenn Ihr Fragen oder Anregungen habt, Infos mit uns teilen möchtet, Beratungsbedarf habt oder Interesse habt, bei uns mitzumachen, könnt Ihr Euch gerne melden unter gegen-rechtssolidarische-landwirtschaft.de

 

 

 

 

Fachtagung März 2021

Alles rund um die Tagung hier.

Stellungnahme der der AG Rechte Tendenzen zur Kritik aus dem Workshop Intersektionaler Widerstand – Kollektive Kämpfe und Widerstände of Color

Was ist passiert? 

Im Verlauf der Tagung "Kartoffel, Kürbis, Vaterland. Landwirtschaft aus rechter Hand" wurde als Ergebnis des Workshops Intersektionaler Widerstand – Kollektive Kämpfe und Widerstände of Color deutliche Kritik an der Organisation, den Inhalten und dem Programm der Tagung geäußert. Der Workshop wurde von einer Person of Color (im Folgenden PoC) eingefordert und ergänzte nur deshalb das Programm, weil eine weitere PoC sich glücklicherweise spontan bereit erklärte, diesen zu begleiten. Wir möchten uns bedanken, dass wir so auf unser rassistisches Denken und Handeln gestoßen wurden.

Die Kritik wurde sowohl gegenüber der organisierenden AG Rechte Tendenzen und einem Teil der Referent*innen vorgetragen, als auch nochmal in die Abschlussrunde der Tagung vor den Teilnehmer*innen eingebracht. Wir wollen mit diesem Statement die Kritik öffentlich und für alle an der Tagung Beteiligten transparent machen. Die intensive Auseinandersetzung damit wird uns weiter begleiten. Wir möchten mit dieser Stellungnahme aber schon jetzt unsere Versäumnisse einräumen und uns dafür entschuldigen. Wir haben es weiterhin versäumt, als Organisationsgruppe direkt auf die Kritik in der Abschlussrunde mit mehr als einer Chatnachricht zu reagieren und dies lediglich der Moderation überlassen.

 

Die Kritik

Was wir an grundsätzlicher Kritik verstanden haben und auch allen mitteilen wollen, die nicht beim Abschlusssplenum dabei waren, ist Folgendes:

In der Vorbereitung und Durchführung der Tagung haben wir als weißes Orga-Team die gesellschaftlichen rassistischen Strukturen wiederholt.

Wir haben eine Tagung aus weißer Perspektive für Weiße organisiert. Dafür möchten wir uns entschuldigen.

Weder haben wir von Rassismen und Antisemitismus Betroffene zu Wort kommen lassen, noch haben wir sie in der Organisation und Gestaltung der Tagung einbezogen.

Wir haben also die Perspektiven der Menschen, die am existentiellsten von Rassismen und Antisemitismus betroffen sind, nicht berücksichtigt und damit ausgeschlossen. Die Perspektiven und Erfahrungen von Betroffenen von Rassismen und Antisemitismus nicht einzubeziehen, lässt außer Acht, dass sie wertvolles Wissen und Erfahrungen haben, das weiße Menschen niemals haben können. 

So können wir keine antifaschistische und antirassistische Arbeit machen, denn ohne diese Perspektiven hat sie keinen Wert. Wenn wir nicht mit Betroffenen, sondern über Betroffene reden, in der Absicht, ihnen zu helfen, reproduziert dies Rassismus.

Des Weiteren wurden Rassismus, Antisemitismus und andere menschenverachtende Einstellungen fast nur im Kontext (extrem) rechter Strömungen und Akteur*innen und nicht auch als Teil unserer eigenen Strukturen sowie alltäglichen Handlungs- und Denkweisen thematisiert. Das Problem liegt aber im rassistischen gesellschaftlichen "Normalzustand", welcher BIPoC zu Anderen macht und ausschließt. 

 

Wie weiter?

Wir unterstützen die Forderung, dass alle an der Tagung Beteiligten sich mit dieser Kritik auseinandersetzen.

Für einen Anfang haben wir einige Links und Infos weiter unten zusammen gestellt.

Zusätzlich zu dieser grundsätzlichen Kritik wurden wir auf viele Details hingewiesen, mit denen wir uns als AG Rechte Tendenzen weiter auseinander setzen werden.

Das Gelernte wollen wir in unserer zukünftigen Arbeit umsetzen, möchten uns mit von Rassismen / Antisemitismus Betroffenen auf Augenhöhe verbünden und ihre Perspektive einbeziehen. Uns ist klar, dass das kein Selbstläufer ist, aber hoffentlich ein erster Schritt.

 

Meldet euch gern bei uns wenn ihr weitere Fragen und Anregungen habt.

Die AG Rechte Tendenzen des Netzwerk Solidarische Landwirtschaft e.V.

Glossar

Rassismus

Rassismus ist eine Ideologie, die Menschen aufgrund ihres Äußeren, ihres Namens, ihrer (vermeintlichen) Kultur, Herkunft oder Religion abwertet. In Deutschland betrifft das nicht-weiße Menschen – jene, die als nicht-deutsch, also vermeintlich nicht wirklich zugehörig angesehen werden. Wenn Menschen nicht nach ihren individuellen Fähigkeiten und Eigenschaften oder danach, was sie persönlich tun, sondern als Teil einer vermeintlich homogenen Gruppe beurteilt und abgewertet werden, dann ist das Rassismus. (vgl.: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/rassismus/was-ist-rassismus/)

Antisemitismus

Antisemitismus hat eine lange Geschichte und gehört bis heute zu den größten Herausforderungen unserer Gesellschaft. Der Hass auf Juden, die Ablehnung des Jüdischen, wo immer es auftaucht, ist weit verbreitet. Antisemitismus drückt sich in Form von Schändungen von jüdischen Friedhöfen, judenfeindlichen Schmierereien, der Leugnung des Holocausts, (Brand-)anschlägen auf Synagogen sowie Beleidigungen und körperliche Gewalt gegenüber Jüd*innen aus. Während unmittelbar und direkt ausgesprochener Hass auf jüdische Personen noch vielfach zu Entsetzen und Widerspruch führt, provoziert die indirekte, über Umwege geleitete Form der Ablehnung – selbst wenn sie ebenso hasserfüllt ist – meist keine Reaktionen. (vgl. https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/antisemitismus/was-ist-antisemitismus/)

BIPoC

BIPoCist die Abkürzung von Black, Indigenous, People of Color und bedeutet auf Deutsch Schwarz, Indigen und der Begriff People of Color wird nicht übersetzt. All diese Begriffe sind politische Selbstbezeichnungen und habe nichts mit biologischen Eigenschaften oder reellen Hautfarben zu tun. Das bedeutet, sie sind aus einem Widerstand gegen die täglichen (strukturellen) Rassismen entstanden. (vgl. http://www.migrationsrat.de/glossary/)

weiß

"weiß" und "Weißsein" bezeichnen ebenso wie "Schwarzsein" keine biologische Eigenschaft und keine reelle Hautfarbe, sondern eine politische und soziale Konstruktion. Mit Weißsein ist die dominante und privilegierte Position innerhalb des Machtverhältnisses Rassismus gemeint, die sonst zumeist unausgesprochen und unbenannt bleibt. Deshalb wird weiß kursiv geschrieben. (vgl.https://weranderneinenbrunnengraebt.wordpress.com/2012/09/15/weisweissein/)

Intersektionalität

Der Begriff Intersektionalität geht auf die afro-amerikanische Juristin Kimberlé Crenshaw zurück und beschreibt eine Perspektive auf die komplizierten Diskriminierungsformen, die den Alltag vieler Menschen prägen. Genauer heißt das, dass das herkömmliche Verständnis von Diskriminierung – zum Beispiel als Frau, oder als Schwarze Person – zu kurz greift. Denn Diskriminierung ergibt sich immer aus den Überschneidungen (oder auf Englisch: intersections) verschiedener Formen von Diskriminierung. Gut erklärt hier: https://youtu.be/Nw_M-FEzsN

 

Eine Linksammlung zur eigenen Weiterbildung findet ihr hier:

www.solidarische-landwirtschaft.org/fachtage-2021

Stellungnahme zu Querfront-Corona-Protesten im Juni 2020

Stellungnahme vom 23.06.20

Leserbriefe und Antworten

Leserbrief zum Rundbrief 1/2019

Kontakt

Bei Fragen, Vorkommnissen oder Informationen kannst du uns gerne kontaktieren!

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