17.April - La Via Campesina Aktionstag - Termine in Berlin

17.04.2014

Do 17.4.14 19:00Re­gen­bo­gen­ki­no, Lau­sit­zer Str. 22, 10999 Ber­lin
Film­vor­füh­rung und Dis­kus­si­on u.a. mit An­drea Ga­da­l­eta: De­s­ti­na­ti­on de
dieu (IT 2013, 21 min, engl mit dt UT), Do­ku­men­tar­film von An­drea Ga­da­l­eta.
Afri­ka­ni­sche Mi­gran­ten be­rich­ten über ihre ex­tre­me Aus­beu­tung als Land­ar­bei­ter bei der To­ma­ten­ern­te in der Pro­vinz Fog­gia im Nor­den Apu­li­ens, über schwar­ze und weiße Auf­se­her, die ent­wür­di­gen­den Le­bens­be­din­gun­gen im Ghet­to von Ri­gna­no sowie die Un­tä­tig­keit derstaat­li­chen In­sti­tu­tio­nen.
Il tempo delle aran­ce (IT 2010, DVD, 29 min, ital/engl mit dt UT) Do­ku­men­tar­film von Ni­co­la An­gri­sa­no.
Ja­nu­ar 2010: Schüs­se auf afri­ka­ni­sche Mi­gran­ten nahe der Klein­stadt Ro­sar­no in Ka­la­bri­en. Er­nied­ri­gen­de Le­bens-und Ar­beits­be­din­gun­gen. Die Schüs­se brin­gen das Fass zum Über­lau­fen.
Hun­der­te von Mi­gran­ten blo­ckie­ren eine Bun­des­stra­ße und re­bel­lie­ren in den Stra­ßen von Ro­sar­no. Po­li­zei und viele Ein­woh­ner be­trei­ben eine Hetz­jagd auf sie. In dem Film kom­men Mi­gran­ten, sowie Bür­ger*innen und Po­li­ti­ker*innen der Re­gi­on zu Wort. Er wirft ein Schlag­licht auf den all­täg­li­chen wie den in­sti­tu­tio­nel­len Ras­sis­mus.

So 20.4.14 ab 14.00 Ge­mein­schafts­gar­ten am Be­tha­ni­en­damm, 10009 Ber­lin
„Ton, Stei­ne, Gär­ten“ trifft „La Via Cam­pe­si­na“-Gar­ten­fest mit Saat­gut-
und Setz­lings­tausch­bör­se, Kaf­fee und Ku­chen, Vokü, Infos und Über­ra­schun­gen

Ver­schie­de­ne In­itia­ti­ven und Grup­pen laden zudem zu The­men­ti­schen ein:
15:00 So­li­da­ri­sche Land­wirt­schaft – Oft be­geg­nen einem heute im Kon­text von Zu­kunfts­fä­hig­keit, Nach­hal­tig­keit und Resi­li­enz im Be­reich der Land­wirt­schaft die Be­grif­fe CSA oder So­La­Wi. Wir wol­len euch gerne be­rich­ten, wie die­ses Kon­zept aus­se­hen kann, ganz kon­kret, an­hand un­se­rer Er­fah­run­gen in Ver­sor­gungs­ge­mein­schaf­ten. Zudem möch­ten wird das So­La­Wi-Bun­des­netz­werk, sowie die Grün­dungs­idee einer re­gio­na­len Ar­beits­grup­pe vor­stel­len.
15:30 Die Land­lo­sen: Ge­mü­se­an­bau in der In­nen­stadt – In einem ers­ten Schritt wol­len wir ein be­stimm­tes ab­ge­grenz­tes Ge­biet nach gärt­ne­ri­schen Mög­lich­kei­ten durch­fors­ten: Zwi­schen­räu­me, Dä­cher, Brand­wän­de etc., und sie, mit Foto, viel­leicht einer Skiz­ze, wie es
aus­se­hen könn­te, in einen Stadt­plan ein­tra­gen. In einem zwei­ten Schritt wol­len wir ver­su­chen, ein kon­kre­tes Ob­jekt bis zur „Gar­ten­rei­fe“ vor­an­zu­trei­ben.
16:00 Keine Frei­heit ohne Saat­gut­viel­falt? Seit Jahr­zehn­ten nimmt die an­ge­bau­te Viel­falt an Saat­gut und Kul­tur­pflan­zen durch die Spe­zia­li­sie­rung und Kon­zern­kon­zen­tra­ti­on in der Land­wirt­schaft ab. Da­durch schwin­det die Viel­falt an Nah­rungs­mit­teln und An­bau­for­men für künf­ti­ge Ge­ne­ra­tio­nen. In der jAbL be­schäf­ti­gen wir uns damit, wie die Saat­gut­viel­falt lang­fris­tig er­hal­ten wer­den – und was man jetzt tun kann.
16:30 Land­grab­bing in Ost­deutsch­land – Ra­sant stei­gen­de Prei­se für land­wirt­schaft­li­che Flä­chen be­deu­ten: er­schwer­te Mög­lich­kei­ten (klein)bäu­er­li­che Höfe auf­zu­bau­en. Doch was steckt da­hin­ter? In­ves­to­ren, staat­li­ches Land, das in einer ge­hei­men Ver­stei­ge­rung höchst­bie­tend ver­kauft wird und immer we­ni­ge Agrar­kon­zer­ne, die das Land unter sich
auf­tei­len. Ein Ak­ti­vist und Bio-Ge­mü­se­gärt­ner aus Bran­den­burg be­rich­tet von sei­nen Er­fah­run­gen.
Info-Tisch zu Re­claim the Fields – Wir wol­len uns vor­stel­len, un­se­re eu­ro­pa­wei­te Kon­stel­la­ti­on ver­schie­dens­ter Men­schen und Grup­pen, die ent­schlos­sen sind, durch ko­ope­ra­ti­ven, kol­lek­ti­ven, un­ab­hän­gi­gen, be­dürf­nis­ori­en­tier­ten Nah­rungs­mit­tel­an­bau in klei­nem Um­fang, eine Al­ter­na­ti­ve zum Ka­pi­ta­lis­mus zu schaf­fen. Dabei ver­knüp­fen wir lo­ka­leAk­tio­nen mit glo­ba­len po­li­ti­schen Kämp­fen.

Hin­ter­grund: Seit 1993 or­ga­ni­sie­ren sich Klein­bäu­er*innen, Land­ar­bei­ter*innen, Fi­scher*innen und in­di­ge­ne Com­mu­nities in La Via Cam­pe­si­na. Mitt­ler­wei­le ge­hö­ren 164 Or­ga­ni­sa­tio­nen aus 79 Län­dern dazu.
Als Re­ak­ti­on auf die Er­mor­dung von 19 Ak­ti­vis­ten der bra­si­lia­ni­schen Land­lo­sen­be­we­gung MST durch Po­li­zei­kräf­te 1996 er­klär­te das Netz­werk den 17. April zum in­ter­na­tio­na­len Tag des Wi­der­stands und der Ak­ti­on gegen alle For­men von Un­ter­drü­ckung der länd­li­chen Be­völ­ke­rung.

* or­ga­ni­siert von ‚Freund*innen des 17. Aprils‘
Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zum Ak­ti­ons­tag von La Via Cam­pe­si­na
und dem Ge­mein­schafts­gar­ten Ton, Stei­ne Gär­ten

Weitere Informationen zum Aktionstag und dem Gemeinschaftsgarten
- La Via Campesina: viacampesina.org
- Ton, Steine Gärten: gaerten-am-mariannenplatz.blogspot.de


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