Netzwerktreffen

Zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst, findet ein bundesweites Netzwerktreffen statt. Alle Mitglieder und interessierten Menschen sind eingeladen, hier ihre Erfahrungen auszutauschen, gemeinsam in Arbeitsgruppen an aktuellen Fragestellungen zu arbeiten und sich in die strukturelle Arbeit des Netzwerks einzubringen. Die Netzwerktreffen finden abwechselnd in unterschiedlichen Regionen Deutschlands statt, um die Teilnahme für Menschen aus verschiedenen Orten zu ermöglichen.

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Herbsttreffen des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft

04. - 06. November 2016

"Solawi - Kooperation(en) kultivieren!"

Freitag, 04. November 2016, 16:00 Uhr

bis Sonntag, 06. November 2016, 13:30 Uhr

in der Gemeinschaft Lebensbogen in der Nähe von Kassel (http://www.lebensbogen.org/)

Die Solawi bringt zusammen: Wir laden Euch ganz herzlich ein, beim Solawi Netzwerktreffen dabei zu sein, um unsere Bewegung für eine Landwirtschaft der Zukunft auszurichten. Eure Erfahrungen, Fragen, Wünsche und Ideen gestalten das Netzwerk.

Hintergrund

Kleinbäuerliche Betriebe, die eine Zukunft suchen, städtische Initiativen und Ernährungsräte mit dem Ziel lokaler gesunder Versorgung, Solawis, die ihre Produktpalette Richtung Vollversorgung ausbauen möchten, Neugründungen in der Nachbarschaft, Zusammenarbeit mit Gastronomie oder Kindergarten - die Solawi reicht in immer neue Sphären und Bereiche hinein. Was braucht es beim Wachsen und Ausdehnen der Solawi-Bewegung, damit die Verbundenheit mit den Werten und Zielen der Solidarischen Landwirtschaft nicht verloren geht?

Die „Solawi-Kultur“ muss übersetzt werden in neue Zusammenhänge - Welche konkreten Formen der Ausgestaltung von Kooperationen gibt es zwischen Solawis, welche Herausforderungen, welche Lösungsansätze? Welche Rolle spielt das Netzwerk im Zusammenspiel mit anderen Organisationen der Agrarwende, in welcher Form kann die Solawi-Kultur auch über die klassische Abnehmerschaft hinausreichen? Und welche Rolle spielen darin die Dezentralität und Regionalität als Basis einer Kultur, die die Vielfalt einbezieht und wertschätzt?

Mit diesen Fragen wollen wir uns bei der Herbsttagung weiter Richtung „Vollversorgung“ bewegen und zur Entwicklung des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft beitragen. Wir wollen Schwerpunkte setzen für die Weiterarbeit, uns motivieren, selbstkritisch sein und zusammen ein reiches Solawi-Jahr feiern. Zudem gibt es Raum für Austausch und persönliche Begegnungen sowie inhaltliche Angebote zur fachlichen Vertiefung.

Vorläufige Programmübersicht

Das detailliertere Programm wird in Kürze hier zu sehen sein.

Für Solawi-NeueinsteigerInnen gibt es dieses Mal die Möglichkeit, am Freitag vor Beginn des großen Treffens von 14-17.30h an einem Intensiv-Workshop zur Einführung teilzunehmen, der von Klaus Strüber (Berater im Netzwerk) organisiert wird.

Am Samstag werden wir uns einen Überblick über laufende Aktivitäten im Netzwerk verschaffen, die Ausrichtung der Netzwerkarbeit für das nächste Jahr bestimmen und in Wahlen die Entscheidungsstrukturen neu besetzen. Bei einem „Markt der Projekte“ können sich Netzwerkprojekte und Arbeitsgruppen vorstellen. In vorbereiteten Räumen werden wir danach einzelne Workshops anbieten und es besteht die Möglichkeit in Arbeitsgruppen an den Themen des Tages weiterzuarbeiten. Eingeladen sind an diesem Tag auch Verbände handwerklicher Lebensmittel-Verarbeitung: Brot (die Bäcker), Fleisch (vlhf) und Milch (vhm). Diese bieten ggf. fachliche Workshops für Solawis mit Interesse an Verarbeitung an. Und am Abend wird mit Musik und Tanz das Solawi-Jahr 2016 ausgiebig gefeiert.

Am Sonntag gibt es einen OpenSpace-Block, bei dem Ihr Eure Austauschanliegen einbringen könnt. Bringt das ein, was Euch interessiert! Das Treffen endet mit einem gemeinsamen Mittagessen um 13.30 Uhr.

Das Netzwerktreffen richtet sich insbesondere an Menschen, die bereits an einem Solidarhof teilhaben oder eine Solidarische Landwirtschaft gründen. Doch auch neu an der Solidarischen Landwirtschaft Interessierte sind herzlich willkommen und werden bereichert abreisen!

Fragen und Anregungen an: anmeldungsolidarische-landwirtschaft.org

Link zum Flyer

Kosten

für Mitglieder 30 €, für Nichtmitglieder 55 €, Solipreis 65 €

zzgl. der Kosten für Übernachtung und Biovollverpflegung

(Übernachtungen von 10€/Nacht bis 35 €/Nacht je nach Zimmer, Verpflegung 28 € pro Tag).

Der Einführungsworkshop Solawi am Freitag nachmittag kostet noch einmal 15 € zusätzlich.

Wir wollen Allen eine Teilnahme am Treffen ermöglichen. Wenn Dir die Teilnahme finanzielle Schwierigkeiten bereiten sollte, setze Dich bitte direkt mit uns in Verbindung.

Ausführlichere Infos zu den Optionen findest Du im Anmeldeformular s.u.

Anmeldung

Die Anmeldung ist ab sofort möglich unter

https://co-munity.net/solawi/content/anmeldung-netzwerk-solawi-herbsttreffen-2016/

 

 

Gestaltet unser Netzwerk mit

Einladung zur Teilnahme am Rat

 

Beim alljährlichen Herbsttreffen des Netzwerks wird von allen Netzwerkmitgliedern der „Rat“ gewählt – ein Gremium, das die Arbeit des Netzwerks begleitet und die Ausrichtung des Netzwerks diskutiert und mitbestimmt!

Jeder Netzwerkhof kann aus der Reihe seiner Mitglieder (Mitlandwirt*innen und Landwirte) Delegierte entsenden je nach Größe der Hofgruppe – und zwar

Hofgruppe < 50 Mitglieder: 1

Hofgruppe von 50 bis 100 Mitglieder: 2 

Über 100 Mitglieder: 3.

JedeR Delegierte hat eine Stimme.

Der Rat

Der Rat ist ein Kreis aus Vertreter*innen von Höfen und von Einzelpersonen, die sich  um die Netzwerkentwicklung kümmern und richtungsweisende  Entscheidungen treffen. Optimalerweise sind dabei Menschen aus allen Arbeitsgruppen und Regionalgruppen des Netzwerks Teil des Rates.

Der Rat wählt aus seinen Reihen wiederum eine „Koordination“ die übergeordnete Entscheidungen trifft, die dann von den im Solawi- Netzwerkbüro tätigen Menschen umgesetzt werden. Außerdem unterstützt die Koordination gegebenenfalls bei der Umsetzung der alltäglichen Aufgaben durch Austausch, Übernahme von bestimmten Tätigkeiten etc. Ungefähr alle zwei Wochen gibt es dazu eine Telefonkonferenz.

Alle Mitglieder des Rates erhalten die Einladungen zu den 14-tägigenTks und die Protokolle, damit sie auf dem Laufenden sind uns sich ggf., also optional, nur Wort melden können.  Außerdem können sie sich an den Online-Abstimmungen beteiligen.

Der Rat trifft sich persönlich auf den Netzwerktreffen und zusätzlich einmal ca. 6 Wochen vor dem Herbsttreffen beim sogenannten „Ratstreffen“.

Die Wahlen

Die Räte und Rätinnen werden paritätisch als Höfevertreter*innen und Einzelpersonenvertreter*innen gewählt. Es sind dadurch immer mehr oder genauso viele Vertreter*innen der Höfe dabei wie der „Einzelpersonen“, um die Interessen und Perspektiven der Höfe im Fokus zu behalten.

Das Netzwerk braucht auch über die Treffen hinaus den Kontakt zu den Höfen und Solawi-Aktiven, deshalb bringe Dich in die Arbeit des Rates ein, wenn es Dir möglich ist und unterstütze so den Aufbau eines von der Basis organisiertem, nachhaltig tatkräftigen Netzwerks. 

Hast Du Interesse an der Mitarbeit als Einzelpersonenvertreter*in?Oder als Höfevertreter*in? Wer aus Eurer Gemeinschaft könnte diese Aufgabe übernehmen?

Die Höfemitglieder sowie Höfevertreter*innen für den Rat sollten von ihren Solawi-Gemeinschaften delegiert werden, schaut daher, ob ihr bei Eurem nächsten Treffen oder über Eure sonstige interne Kommunikation einen Austausch dahingehend führen könnt.

Und: auch wenn Du keine Kapazitäten für eine Mitarbeit im Rat hast sind Deine Impulse sehr wichtig für die Arbeit und Ausrichtung des Netzwerks Solawi! Schreibe uns Eure Gedanken, sprecht in Euren Gemeinschaften darüber, was ihr Euch von und in dem Netzwerk wünscht und bringt die Inhalte in die Versammlungen auf dem Netzwerktreffen ein!

Zusammen können wir die Kraft und Kreativität entwickeln, neue Formen von Landwirtschaft und Ökonomie zu gestalten- die Verbindung zueinander ist unsere Basis.

Und danke für all das was ihr schon habt entstehen lassen!

Berichte

Solawi - voll versorgt!

War das Motto der diesjährigen Frühjahrstagung des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft. Rund 120 Menschen trafen sich vom 5. bis 7. Februar in der Gemeinschaft Schloss Tempelhof in Baden-Württemberg. Neben dem Seminarbetrieb existiert dort auch eine Solidarische Landwirtschaft, die die 150-köpfige Gemeinschaft mit Gemüse, Eiern, Honig, Getreide- und Ziegenmilchprodukten versorgt. Beim Gemüse sind es schon 90 % des jährlichen Bedarfs.

Viele Solawis beginnen mit Gemüseanbau. Doch immer mehr wünschen sich eine breitere Versorgung mit Lebensmitteln aus „eigener“ Herstellung. Daneben ist es für Gemischtbetriebe oder spezialisierte Höfe nicht leicht einen Einstieg in diese Form der Partnerschaft mit den Verbrauchern zu finden. Viele Höfe sind dafür zu groß und spezialisiert- die Entwicklung der Landwirtschaft ging in den letzten Jahrzehnten in diese Richtung.

Im Eröffnungsvortrag stellte Mathias von Mirbach seinen 260 ha Gemischtbetrieb in Schleswig Holstein vor. Seit 18 Jahren wird  auf dem Kattendorfer Hof solidarisch  gewirtschaftet mit zur Zeit 400 Haushalten, die sich die Betriebskosten teilen. Ihren Anteil an den Erzeugnissen des Hofes können sich die Mitglieder einmal pro Woche in den 3, ab März 4 Hofläden in Kattendorf bzw. in Hamburg abholen. Die Wirtschaftsgemeinschaft sichert das Einkommen von 3 Betriebsleiterfamilien und umgerechnet 25 Vollzeitarbeitskräften. Ein gutes Beispiel für die Forderung die Agrarprämien in Zukunft an die Anzahl der Arbeitsplätze pro Hektar zukoppeln!

Einen anderen Weg der „Vollversorgung“ schlagen die „Schinkeler Höfe“ ein: die Kooperations- Solawi aus benachbarten Höfen der Region Schinkel ist im Oktober 2015 getragen von einer starken Verbindung von aktiven Mitgliedern und den Produzierenden ins Leben gerufen worden. Ein Gemüsebaubetrieb, ein Betrieb mit Milchkühen und Schweinen, ein Ziegenhof mit Feldgemüse- und Getreideanbau und eine Vollkornbäckerei sind in den spannenden Prozess eingetreten Kooperationen zu entwickeln mit denen sie eine große Mitgliedergemeinschaft nach dem Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft versorgen können.

Der Samstag wurde dem OpenSpace- Format gewidmet, in dem alle Anwesenden die Möglichkeit haben zu einem Thema, was sie interessiert einzuladen. 25 verschiedene Workshop in drei Zeitphasen kamen dabei zusammen: Genossenschaften zur „Vollversorgung“, Gemeinsam Land kaufen, Solawi: erste Schritte zur Vollversorgung, Solawi als Lernort, Grünlandregionen/ Tierhaltung, Jungpflanzenanzucht und Solawi und die große Transformation, um nur einige der Titel zu nennen.

Am Beispiel einer Gemüse- Solawi bei Dresden, die sich mit einer Tierhaltungs- und Ackerbau- Solawi zusammentun möchte, konnte das Thema Vollversorgung über Betriebskooperationen vertieft  werden. Wie verteilt man die verschiedenen Budgets, wie kann die Logistik funktionieren? Alles Fragen, zu denen es in Deutschland noch wenig Erfahrung gibt.

Den Impuls des Treffens genutzt, die Entwicklung von Erfahrungs- und Hintergrundwissen zu Kooperationen und der Einbindung der Landwirtschaft in die SoLaWi zu beschleunigen, hat sich am Ende des Treffens eine neue Netzwerk-Arbeitsgruppe gegründet, die das Thema Vollversorgung in 2017 weiter im Fokus behalten wird. (Kontakt: kgrover@solidarische-landwirtschaft.org)

Beim Markt der Möglichkeiten stellte sich unter Anderem eine Kooperative aus Sizilien vor, die sich gerne mit Zitrusfrüchten, Olivenöle und andere mediterrane Produkten „solidarisch“ nach Deutschland verbinden würde.

Auch der Frage was denn in der Solidarischen Landwirtschaft als ein bedarfsgerechter Lohn empfunden wird wurde in einer Aufstellung nachgegangen. Gute Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft zu schaffen ist ein Ziel der Bewegung der Solidarischen Landwirtschaft. Eine Aufgabe, die des ehrlichen Austauschs und der  gemeinsame Verantwortungsübernahme bedarf. Auch hierzu gründete sich eine neue AG (Kontakt über das Netzwerk), die für ein „neues Arbeitscredo“ auch nach der Tagung an Strategien und Rahmenbedingungen arbeiten wollen.

Der Sonntagvormittag gehörte den Regionalgruppen des Netzwerks und auch hier zeichnet sich ab, dass fast alle Landesteile in Deutschland vertreten sind und sich Vorort gegenseitige Beratungsstrukturen bilden könnten bzw. bilden werden.

Kulinarisch waren die TagungsteilnehmerInnen auch bestens  „voll versorgt“ natürlich – fast- nur mit Lebensmittel aus Tempelhof. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist: die nächste Netzwerktagung wird vom 4.- 6. November in der Nähe von Kassel stattfinden.

 

 

 

 

 

Ein Bericht vom Frühjahrstreffen 2015

[... eines Teilnehmers  – hier etwas gekürzt]

Rahmen:

Ort war das Gemeinschaftsprojekt Schloss Tempelhof im Großraum Stuttgart.

Beeindruckendes Mehrgenerationen-Gemeinschaftsprojekt aus rund 90 Erwachsenen plus Kindern mit allen möglichen Wirtschaftsbereichen und eben auch einer Solawi mit Gemüse, LeBleu-Zweinutzungshühnern, jungen Ziegen, Wollschweinen und so viel mehr...

Zum Treffen kamen rund 120 Menschen aus den Solawisim deutschsprachigen Raum. Ein bunter toller Haufen mit dem Hang zum liebenswerten Chaos und doch einer Menge Struktur.

Grundmodell war die inhaltliche Aufteilung in Themenräume (s. u.) und die Organisation in Bezugsgruppen, denen jeder sich zuordnete; es gab Bezugsgruppen für Moderation,Material, Verschönerungen, Party, ... Darüber hinaus wurden wichtige Dinge im Plenum gesprochen. Die Organisationsstruktur war auf basis demokratische Konsensprozesse ausgerichtet. Samstag wurde inhaltlich in den Themenraumen gearbeitet, Sonntag ging es dann in die Regionalgruppen.

Inhalte:

Die für mich wichtigsten Inhalte lassen sich hier gar nicht beschreiben – es waren dies die sehr vielen sehr intensiven Momente mit tollen Menschen, vor allem die Gespräche an den Abenden oder zu den Mahlzeiten, die unendlich bereichernd waren und sich doch nicht hier ohne Weiteres darstellen lassen. Ich empfehle solche Treffen und diesen Austausch von Herzen und freue mich, beim nächsten Netzwerktreffen am ersten

Novemberwochenende (vormerken!) mit einigen von Euch hinzufahren.

Hier die Kurzzusammenfassungen aus den sieben Themenraumen:

Politik und Öffentlichkeitsarbeit:

Diese Gruppe sprach besonders über die Vernetzungen mit anderen Organisationen – deren gibt es sehr viele ;-)

Organisationsstrukturen des Netzwerks:

Hier wurde ein Leitfaden zu den Organisationsstrukturen des Netzwerks erstellt, damit Interessierte sich besser drin zurechtfinden. Wichtig ist auf allen Ebenen, die Kommunikation sicherzustellen. Spannende Fragen waren: wie fühlt sich das einzelne Mitglied,die einzelne Person dem Netzwerk verbunden? Nehmen die Aktiven der einzelnen Solawis sich als Teil einer Bewegung, eines Netzwerkes wahr? Und diverse Aktivitäten sind geplant: eine „Agrikultour“-Radtour durch Suddeutschland von Solawi zu Solawi, ein einwöchiges Sommercamp, Stärkung der regionalen und überregionalen Treffen.

Landwirtschaftliche Praxis:

Hier gab es Vortrage und Austausch über Terra Preta, Edulis, Anbauplanung und Saatgutvermehrung.

Informationstechnologie:

Gerade in Sachen Kommunikation und Planung haben viele Höfe Bedürfnisse zu Unterstützung aus dem EDV-Bereich. Im Netzwerk gibt es eine Gruppe, die aktiv an Lösungen für solche Probleme arbeitet. So

ist ein Homepage-Baukasten in Entwicklung und so einige andere Tools, die die Kommunikation und Organisation innerhalb der Betriebe starken sollen. Alle geschaffenen Losungen sollen unabhängig von den großen Bezahlanbietern und grundsätzlich OpenSource sein, so dass die Betriebe diese unkompliziert und günstig nutzen können. Die EDVGruppe ist bereits aktiv, freut sich aber immer über Unterstützung. Es wurde auch solidarische Finanzierungsmodelle nachgedacht.

Basiskurs Solidarische Landwirtschaft:

Der Basiskurs war für Menschen gedacht, die eine Solawi neu aufbauen wollen und hier fachliche Unter

stützung gebrauchen können. Grundlegender Tipp: fast alle Solawis sind sehr offen für gegenseitige Beratung und Unterstützung → aktiv Unterstützung suchen! Zudem gibt es im Netzwerk einen Beratungsdienst: beratung@solidarische-landwirtschaft.org.

Kommunikation und Gemeinschaft:

Hier gab es Impulsreferate und Austausch zu Gestaltung einer Bieterrunde, Verantwortungsverteilung in Betrieben und Gemeinschaft: hier wurdeu.a. das Modell der „Soziokratie“ vorgestellt, welches Sichtweisen und Methoden für die Gemeinschaftsgestaltung bereit hält. Themen waren auch das Lohnniveau und Regionalstrukturen.

Free Space:

Hier wurden verschiedene Rechtsformen besprochen und eine eigene AG zumThema im Netzwerk angeregt, die sich mit Anwälten und den internen Fachleuten mal knackig hinsetzt und gezielt auf Solawi ausgerichtete Möglichkeiten ausarbeitet. Angeregt wird auch, das vorhandene Wissen in einem eigenen Wiki-Projekt zusammenzutragen und den Austausch unter den bereits vorhandenen Beratern zu starken.

Ein paar Worte zum Netzwerk an sich:

„Es gibt kein Netzwerk“ stellte einer der Moderatoren klar. Natürlich gibt es ein Netzwerk, aber dieses ist letztlich ein ideelles Konstrukt. Dahinter stehen konkrete Menschen, die gemeinsam an der und für die Idee arbeiten. Neben der Geschäftsstelle sind das ausschließlich Ehrenamtler. An dieses Netzwerk kann man nicht einfach Aufgaben delegieren – es passiert nur das, was jemand tut. Es lebt also davon, dass konkret Menschen mitmachen. Und es kann nur arbeiten, wenn der trotz des vielen Ehrenamts anfallende Finanzbedarf gedeckt wird. Fast die komplette Dienstleistungsbreite des Netzwerks kann von jedem abgerufen werden, unabhängig von Beitragen oder Mitgliedschaften, und das soll auch so sein und bleiben. Dennoch freut sich das Netzwerk über jedes zahlende und/oder aktive Mitglied. Der Beitrag ist selbst bestimmbar; Richtwerte sind jährlich 48 Euro pro natürlicher Person oder bei Betriebsmitgliedschaften 6 Euro pro Mitglied (Anteil) und Jahr.

Und dann gabs noch die Regio-Treffen, in denen so einiges angestoßen wurde ... mehr zu Regiogruppen

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